“Uelzen braucht eine IGS”

Informations- und Diskussionsveranstaltung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

„Ich wünsche mir, dass ich nicht für mein zehn Jahre altes Kind entscheiden muss, welche Schulform es nach der Grundschule besuchen soll", so die Aussage einer Mutter nach dem Vortrag von Prof. Dr. von Saldern, eremetierter Professor für Schulpädagogik aus Lüneburg.

Der Kreisvorstand Uelzen der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) hatte zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema "Welche Schule brauchen Kinder?", eingeladen und über 80 Personen, überwiegend Eltern, waren gekommen. Zur Zeit bietet nur die KGS in Bad Bevensen die Möglichkeit, ohne einen erschwerenden Ortswechsel, einen Schulzweig (Hauptschulzweig, Realschulzweig, Gymnasialzweig) innerhalb der Schuljahre 5 bis 13 zu wechseln.

Würde sie sich für die KGS entscheiden, so eine Mutter, dann müsste ihr Kinden mit dem Bus durch den gesamten Landkreis nach Bad Bevensen fahren lassen. Das sei eine Zumutung. „Ich kann doch meinem Kind nicht jeden Tag über zwei Stunden Schulweg zumuten. Das ist Lebenszeit!“, so die Mutter weiter. Von Saldern führte in seinem Vortrag aus, dass es in der gesamten Bundesrepublik schon seit langem Bestrebungen gibt, das viergliedrige Schulsystem abzuschaffen und in ein zweigliedriges zu überführen, in Gymnasien und Gemeinschaftsschulen. In Niedersachsen wären es Gymnasien und integrierte Gesamtschulen.

Es gebe nur wenige Landkreise, in denen es keine integrierten Gesamtschulen gebe: „Uelzen gehört dazu. Ein Qualitätsmerkmal ist das aber bestimmt nicht", fügte von Saldern hinzu. Daher sein Abschlusssatz: "Ihr braucht in Uelzen eine IGS, für diejenigen, die den Bildungsweg für ihre Kinder offen halten wollen … Wann fangt ihr an?“

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