Die Urgeschichte Marokkos

Pastor Frank-Peter Schultz über eine kunst- und kulturgeschichtliche Reise

Auf seiner Marokkoreise hat er den Berg Jebel Ighoud in der Nähe von Marakesh aufgesucht. Hier wurde im vergangenen Jahr ein über 300.000 Jahre alter Schädel eines Homo Sapiens gefunden. In der „Grotte des Pigeons“, einer Höhle bei Taforalt in der Region Oujda im Osten Marokkos, wurde 85.000 Jahre alter Schmuck und Farbe entdeckt. Das sind nur zwei Beispiele dafür, dass Marokko eine überreiche Urgeschichte hat. Dieses Land, das Königreich im Nordwesten Afrikas, gelegen zwischen Atlantik und Mittelmeer, bereiste Pastor Frank-Peter Schultz aus Oldenstadt mit seinem Motorrad und berichtet darüber beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 3. Dezember, im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau. Auf seiner Reise wollte Schultz der Frage nachgehen, wie es wohl begonnen haben mag, dass menschlicher Geist Kunst schuf und welche Rolle dabei Marokko spielte, das aufgrund seiner Nähe immer schon ein Tor zu Europa war.

Das archäologische Museum von Rabat stand ebenso auf seiner Besuchs-Liste wie die uralte Töpferstadt Safi. Hier gibt es das einzige und einzigartige nationale Keramikmuseum. Für das international bedeutsame jüdische Museum in Casablanca wurden Artefakte aus schier unzähligen Orten Marokkos zusammengetragen. Pastor Schultz schwärmt: „Ein Besuch dort ist überwältigend ob der vielen, höchsten Kunstansprüchen genügenden Kostbarkeiten. Die Geschichte des Judentums erstreckt sich auf einen Zeitraum von über 3000 Jahren und noch heute hält der König seine Hand über sie. Inwiefern sie mit den Phöniziern verbunden ist, lässt sich auch durch die Entstehung unseres Alphabetes erahnen, welches aus dem phönizischen stammt, und das hebräische dem sehr ähnelt.“

Ob die Zeit an diesem Abend noch reicht für einen Ausblick in den M´Goun Unesco Nationalpark? Interessant wäre es allemal – der Park wartet auf mit 165 Millionen alten Dinosaurierspuren und künstlerisch von der Natur geschaffenen Steinformationen ...

Der Kunstverein und der Referent würden sich über einen regen Besuch an dem Montagstreff am 3. Dezember freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Text und Fotos: Folkert Frels

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben