Uelzener Bücherei‐Chefin geht in den Ruhestand

Bibliothek ab 1. Februar unter neuer Leitung

Seit 2001 leitete Friedhilde Weddrin die Bücherei für Stadt und Kreis Uelzen. Nun ist die 65‐Jährige in den Ruhestand verabschiedet worden. Die Nachfolgerin Linda Schützhold steht bereit. Wenn Friedhilde Weddrin ihren ersten Tag im Ruhestand beginnt, liegen exakt 18 Jahre als Leiterin der Uelzener Stadtbücherei hinter ihr. Tätig war sie in der Einrichtung insgesamt fast 37 Jahre. Die Stadt Uelzen hatte sie als Diplom‐Bibliothekarin im April 1982 eingestellt und ihr bereits 1984 die stellvertretende Leitung übertragen. „Sie haben die Bücherei mit viel Engagement geführt und ein zeitgemäßes Medien‐ und Informationszentrum geformt“, sagte Bürgermeister Jürgen Markwardt bei der offiziellen Verabschiedung der Bibliothekarin.

Der Nachwuchs und die Förderung der Lese‐ und Medienkompetenz lagen Friedhilde Weddrin besonders am Herzen. Erfolgreich hat sie die Teilnahme an verschiedenen Leseförderprojekten in Niedersachsen initiiert, das Bilderbuchkino für die Jüngsten ins Leben gerufen, im Rahmen thematischer Bücherboxen eng mit Erziehern und Pädagogen zusammengearbeitet oder Vorträge angeboten. Weddrin hat die Stadtbücherei als Leseförderungspartner für Elternhaus und Schule geprägt. Die Uelzenerin hat mit ihren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die elektronische Ausleihe einschließlich einer Bibliotheksdatenbank im Jahre 2004 eingeführt. Die Onleihe, das digitale Ausleihsystem für Bücher und Medien aller Art wie eBooks, ePapers und eAudios über das niedersachsenweite Verbundportal NBib24 folgte 2017.

Weddrin begleitete die baulichen Umgestaltungen der Büchereiräume, hat ein Angebot von Lesungen, Bücherflohmärkten, Ausstellungen und vieles mehr sichergestellt. „Die Stadtbücherei bedient die Bereiche Bildung, Kultur und Freizeit gut. Das ist Ihnen und ihrem Team zu verdanken“, so das Stadtoberhaupt. Daran anknüpfen möchte ihre Nachfolgerin, die am Freitag die Leitung der Bibliothek übernimmt. „Ich freue mich auf diese neue, verantwortungsvolle Aufgabe“, sagt Linda Schützhold. Die 29‐Jährige ist bereits seit Anfang 2018 in der Stadtbücherei beschäftigt und konnte sich gut einarbeiten. Sie hat Bibliotheks‐ und Informationswissenschaft studiert und will genau wie ihre Vorgängerin daran arbeiten, die Bücherei weiterhin zu einem modernen Medienstützpunkt mit hohem Freizeitwert auszubauen.

Auf die Planungen für Ihren Ruhestand angesprochen, antwortet Weddrin: „Ich bin gespannt auf den neuen Lebensabschnitt. Ich lasse das auf mich zukommen, Interessen habe ich genug.“

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