Mehr Freude am Christbaum

So bleiben die Nadeln am Baum

Früher wurden Christbäume meist erst am Heiligabend aufgestellt, heute verbreiten sie oft schon in der Adventszeit in den Wohnzimmern Weihnachtsstimmung. Damit sie bis in den Januar schön aussehen, kann man einiges tun, das fängt schon bei der Auswahl des Baumes an: Fichten nadeln schneller als Tannen. Am haltbarsten sind Nordmanntannen, auch nach Wochen verlieren sie kaum Nadeln, ähnlich wie Edeltannen. Fichten halten wie Douglasien etwa zwei bis drei Wochen.

Man sollte außerdem möglichst frische Bäume kaufen: Beim Aufstampfen auf den Boden sollten keine Nadeln abfallen, auch nicht, wenn man über die Äste streicht. Ist die Schnittfläche nicht hell, sondern dunkel, sind Tanne oder Fichte schon älter.
Wer den Weihnachtsbaum nicht sofort in die gute Stube holen will, sollte ihn möglichst kühl und windgeschützt lagern und in einen Eimer Wasser oder gleich in den Christbaumständer stellen. Vorher eine dünne Scheibe des Stamms abschneiden, damit die Feuchtigkeit besser aufgenommen werden kann. Es ist nicht sinnvoll, den Stamm anzuspitzen: Die Rinde muss heil bleiben, weil das Wasser zwischen Rinde und Holz aufsteigt. Daran denken, regelmäßig zu gießen – ein Baum braucht bei Zimmertemperatur (abhängig von der Größe) einen halben bis vier Liter Wasser pro Tag. Besonders Fichten werfen schnell Nadeln ab, wenn sie zu wenig gegossen werden. Leitungswasser reicht völlig aus, Zusätze wie Blumenfrisch oder Zucker verlängern die Haltbarkeit nicht, Glycerin oder Frostschutzmittel sind sogar schädlich: Sie können die Nadeln verfärben.
Bevor der Baum von draußen ins beheizte Wohnzimmer kommt, sollte er an wärmere Temperaturen gewöhnt werden, also etwa einen Tag im Keller oder Hausflur stehen. Um zu verhindern, dass er austrocknet, nicht in der Nähe der Heizung oder des Kamins aufstellen sowie Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Damit die Nadeln grün bleiben, kann man sie hin und wieder mit Wasser benetzen. So bleibt der Weihnachtsbaum bis in den Januar schön.          [Sascha Fobbe]

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