Kein Weiterbetrieb

Neues Schuljahr beginnt im Landkreis Uelzen ohne staatliche Förderschule

Die Förderschule Uelzen, dessen Schulträger der Landkreis Uelzen war, ist Ende Juli 2018 aufgelöst worden. Damit sind die Bemühungen des Landkreises zum Weiterbetrieb der Förderschule gescheitert. Das Land Niedersachsen hat einen entsprechenden Antrag auf Genehmigung zur Fortführung der Förderschule bis zum Ende des Schuljahres 2027/2028 abgelehnt. Damit beginnt das neue Schuljahr 2018/2019 im Landkreis ohne eine staatliche beziehungsweise ohne landkreiseigene Förderschule.

Im Mai dieses Jahres hatte Niedersachsens Kultusminister Hendrik Tonne der Förderschule auf Einladung des Landkreises Uelzen einen Besuch abgestattet, in dessen Rahmen die Verantwortlichen auf eine Ausnahmeregelung für die Schule gedrängt hatten. Bei der Förderschule Uelzen handelte es sich um eine Einrichtung, die aufgrund der im Landkreis Uelzen vergleichsweise weit fortgeschrittenen Inklusionsbemühungen zwar über keine Schüler und Schülerinnen mehr verfügte, stattdessen aber als eine Art „Dachorganisation für knapp 70 Förderschullehrerinnen und -lehrer“ diente – und deren Fortbestand insofern durch den Landkreis angestrebt worden war. Nach Auskunft der Landesschulbehörde sind sämtliche Lehrkräfte inzwischen an die Schulen im Landkreis versetzt worden.

„Die erforderliche Übertragung weiterer Aufgaben von der Förderschule an das inzwischen eingerichtete ,Regionale Beratungs- und Unterstützungszentrum Inklusive Schule‘, kurz RZI, wie vom Kultusminister zugesagt, ist bisher noch nicht erfolgt“, so Uwe Liestmann, Erster Kreisrat und gleichzeitig Schuldezernent des Landkreises Uelzen. Zu diesen Aufgaben sollen unter anderem die Erstellung eines Inklusionskonzeptes sowie die Entscheidungsbefugnis über den Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung zählen.

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