„Gutes Gefühl, etwas für Andere getan zu haben“

Ausgabe der Ehrenamtskarten

„Was den meisten Menschen so sicherlich gar nicht bewusst ist, soll heute einmal mehr ins Rampenlicht gerückt werden – nämlich die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit für unser aller Gemeinwohl und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“ Mit diesen Worten begrüßte Landrat Dr. Heiko Blume jüngst Frauen und Männer zu einem Festakt im Uelzener Kreishaus, die sich in der heimischen Region außergewöhnlich stark bürgerschaftlich engagieren.

Als sichtbares Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte Blume den anwesenden Ehrenamtlichen – einige von ihnen in Begleitung von Angehörigen, Freunden und Bekannten – die sogenannte Ehrenamtskarte. Ein Utensil, das nicht nur symbolischen Wert hat, sondern das für seine Besitzer auch von ganz praktischem Nutzen ist. Karteninhaber profitieren neben vielen vergünstigten Angeboten im Landkreis Uelzen von weiteren mehr als 1.500 Vergünstigungen in ganz Niedersachsen. Vor diesem Hintergrund dankte Blume ausdrücklich nicht nur allen ehrenamtlich Tätigen im Landkreis Uelzen, sondern auch allen Betrieben und Unternehmen, die sich als Sponsor an dem niedersachsenweiten Projekt beteiligen.

Zuvor hatte der Landrat jedoch den anwesenden Ehrenamtlichen ausdrücklich für deren freiwilliges und uneigennütziges Engagement gedankt. „Wir im Landkreis können und wollen nicht auf Sie und Ihre bürgerschaftliche Arbeit verzichten“, so Blumes Botschaft. Ehrenamtlich Tätige seien bereit, zum Wohl Anderer persönliche Opfer zu bringen. „Die Wenigsten würden sich jedoch engagieren, wenn sie nicht auch etwas zurückbekommen würden. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie sehr viel zurückbekommen“, so Blume. Bestenfalls berechtigte Anerkennung der Arbeit, denn Dank sei die beste Motivation. Zumindest aber ein persönliches Glücksgefühl. Und zwar das gute Gefühl, etwas für Andere getan zu haben.

Passend zum „Nikolaustag“, an dem die Uelzener Ehrenamtskartenverleihung in diesem Jahr stattfand, spannte der Landrat den Bogen zurück bis zum Bischof von Palmyra, auf den dieser Feiertag zurückgehen soll. „Er hat sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt. Sie dagegen schauen im übertragenen Sinne, wo Stiefel vor der Tür stehen und was Sie dort hineinfüllen können. Statt Süßigkeiten schenken Sie im Rahmen Ihrer ehrenamtlichen Arbeit Anderen Zeit, eine helfende Hand und ein offenes Ohr.“ Für ihn, so Blume, sei die Ausübung eines Ehrenamtes letztlich auch Ausdruck christlicher Nächstenliebe.

Zur Überreichung der Ehrenamtskarten bat Blume dann jeden einzelnen der Anwesenden zu sich. In Form einer kurzen Laudatio stellte er das jeweilige Engagement der Ehrenamtlichen vor und würdigte den in diesem Zusammenhang geleisteten Einsatz. Dieser gehe, so Blume, mit im Schnitt mindestens fünf Stunden pro Woche deutlich über das Engagement vieler anderer hinaus. Und das seit Jahren. „Ich hoffe, Sie engagieren sich weiterhin und sind so ein Vorbild für viele andere Menschen in unserem Landkreis“, so Blume.

Individuell geehrt wurden im Rahmen des Festaktes Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes, von Sportvereinen, Helfer der Bahnhofsmission sowie Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Belange von Häftlingen oder im Rahmen ihrer Kirchengemeinde ehrenamtlich engagieren. Darüber hinaus erhielten die begehrte Karte auch Ehrenamtliche, die sich im Rahmen der Flüchtlingshilfe für andere Menschen einsetzen.

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