Neuer Schulungskurs startet im Februar

Landkreis sucht engagierte Migrantinnen und Migranten für "MiMi"

Im Zuge der Aktion „Gesundheit mit Migranten für Migranten“, kurz „MiMi“, sucht der Landkreis Uelzen kurzfristig engagierte entsprechende Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich aktiv an dem Projekt beteiligen möchten, um so andere Migranten über gesundheitsrelevante Aspekte zu informieren. Zu diesem Zweck werden sie im Rahmen einer rund 50 Unterrichtsstunden umfassenden Ausbildung zu so genannten Mediatorinnen und Mediatoren ausgebildet.

Sie werden durch Fachleute aus dem Gesundheitswesen geschult und darauf vorbereitet, Informationsveranstaltungen in der jeweiligen Muttersprache anzubieten. Auf dieser Basis sollen die Gesundheitsmediatorinnen und -mediatoren dann ihren Landsleuten verständlich und kultursensibel den Aufbau des deutschen Gesundheitssystems und Präventionsthemen wie Kindergesundheit und Unfallprävention, Brustkrebsfrüherkennung, Alter, Pflege und Gesundheit, Impfschutz, Diabetes, Schwangerschaft, Familienplanung, Stillen sowie Seelische Gesundheit vermitteln. Darüber hinaus sollen sie ihre Landsleute auch über Anlauf- und Beratungsstellen im Landkreis informieren.

Der Landkreis Uelzen beteiligt sich seit Ende 2015 an der Aktion – ein Projekt, das die Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. im Rahmen des so genannten „Drei-Generationen-Projektes Niedersachsen“ durchführt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass aufgrund von Fluktuation weiterer Bedarf an geschulten Mediatorinnen und Mediatoren besteht. Insbesondere sucht der Landkreis nach Personen, die als Mediatorin oder Mediator zum Beispiel Persisch, Dari oder Arabisch sprechen. Aber auch andere Sprachkenntnisse sind im Rahmen des Projektes herzlich willkommen.

Der neue Schulungskurs beginnt bereits im Februar. Er verteilt sich auf mehrere Abend- und Samstagsveranstaltungen und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die anschließenden Informationsveranstaltungen der Mediatorinnen und Mediatoren werden mit einer Aufwandsentschädigung vergütet.

Zur Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 18. Januar 2018, 17 Uhr, im Kreishaus, Zimmer 102, Veerßer Straße 53, 29525 Uelzen, lädt der Landkreis Uelzen alle Interessierten herzlich ein.

Ansprechpartnerinnen beim Landkreis Uelzen sind Bozena Furgal und Josefin zum Felde. Sie sind von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr im Kreishaus, Veerßer Straße 53, Zimmer 42, unter der Rufnummer 0581/82-389 bzw. -298 oder der E-Mail-Adresse b.furgal@landkreis-uelzen.de bzw. j.zum-felde@landkreis-uelzen.de erreichbar.

Das Gesundheitsprojekt wird durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, die Sanofi Pasteur MSD GmbH und MSD Sharp & Dohme GmbH gefördert.

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